Das Bahnbetriebswerk in der Heidelberger Bahnstadt wurde wie der Tankturm von 1925-1927 erbaut. Es besteht aus einem Verwaltungstrakt, einem Kantinengebäude, einer Maschinenhalle und angrenzenden Werkstätten sowie der ehemaligen Wartungshalle und dem  vorgelagerten Verschiebegleis.

Der Tankturm als Kultur- und Veranstaltungszentrum bedarf weiterer Räume. Deshalb wird in die Maschinenhalle und einiger der angrenzenden Werkstatt- bzw. Bürobereiche eine Interimsnutzung als Veranstaltungs- und Probenraum eingebaut.

In der zentralen Halle mit ihrem filigranen Stahlfachwerktragwerk mit durchlaufendem Oberlicht werden die Wände sandgestrahlt und das Ziegelmauerwerk wieder freigelegt. In Leichtbauweise werden drei Raumeinheiten als zusammenhängende Boxen hineingestellt, die sich jeweils mit einer großen Verglasung zur Halle öffnen. Das Volumen orientiert sich an der bestehenden Öffnung zur ehemaligen Wartungshalle, durch die früher die zu reparierenden Züge bzw. Wagen hineingefahren wurden. Als "schwarzer Zug" ist es als neuerliche Zutat klar erkennbar.

Nach außen zeigen sich die neuen Kuben durch große Kastenfenster mit schrägen Laibungen zur Straße. 

BAUHERR

Tankturm GbR

ORT

Am Bahnbetriebswerk 5

Heidelberg

FERTIGSTELLUNG
2017

FOTOGRAF
Thomas Ott

In die ehemalige Meisterbutze wird die kleine Versorgungsküche als "Kiosk" eingebaut, alte originale Regalelemente dienen als Theke und Stehplatz.

© AAg LoebnerSchäferWeber Freie Architekten GmbH 2018