Durch feinsinnige Eingriffe in die Substanz des ehemaligen Bahnwasserturmes gelingt es, einen Kulturort zu schaffen, der zeitgenössische kreative Arbeitswelten mit dem authentischen Charme eines Eisenbahngebäudes verbindet.

Im Ostflügel befinden sich auf drei Etagen die Büroräume der Architekten der AAg, im Westflügel hat der Heidelberger Verein für zeitgenössische Musik KlangForum seine Geschäftsstelle und diverse Proberäume eingerichtet. Diese stehen gleichzeitig als Seminar- und Veranstaltungsräume unter der Marke TANKTURM zur Verfügung.

 

Sensible prägnante Eingriffe bestimmen den denkmalgerechten Umgang mit dem Gebäude. Die markante Figur und das Sichtmauerwerk der Außenhülle bleiben unberührt. Der Wassertank bleibt als strukturbildendes historisches Zeugnis erhalten und wird zur besseren Belichtung des Raumes horizontal aufgesägt. Das Einbringen eines stählernen Bodens und eines Kamins lassen den Tank zu einer atmosphärischen Lounge werden.

 

In den Turmgeschossen, welche ebenfalls Veranstaltungsräume enthalten, verbindet eine als plastisches Element wirkende Stahltreppe die verschiedenen Räume.

BAUHERR

Wasserturm 

Grundstücksverwaltungs GbR

ORT

Eppelheimer Straße 46

Heidelberg

FERTIGSTELLUNG
2015

FOTOGRAF
Thomas Ott

AUSZEICHNUNGEN
+  Hugo-Häring-Landespreis 2018

+ Farbe.Struktur.Oberfläche

AIT + Caparol, 3. Preis

+ best architects 19

+ DAM Preis 2018,

Nominierung Shortlist

+ Beispielhaftes Bauen 2010-2017

+ Hugo-Häring-Auszeichnung 2017

+ Denkmalschutzpreis

Baden-Württemberg 2016

+ dB <Respekt und Perspektive>,

Bauen im Bestand 2016, Anerkennung

+ AIT Award 2016, Special Mention

Kategorie Office

Neu in den Turm eingeschobene Fluchtbalkone und ein Schaufenster zum Saal im Erdgeschoss als weithin wahrnehmbare Eingriffe machen das Innenräumliche nach außen hin sichtbar.

Ein Steg durch die sogenannte Kathedrale macht diesen hohen Raum in allen Dimensionen nutzbar und seine Höhe und Struktur erlebbar. In den Bürobereichen verbinden Lufträume die Geschosse vertikal über alle Ebenen, wobei das Dachgeschoss wie ein Floß auf den alten Holzbalken des Turmes liegt. 

Schnitt

UG

5. OG - Tank

4. OG - Kuppelsaal

3. OG - Kathedrale

2. OG

1. OG

Erdgeschoss

© AAg LoebnerSchäferWeber Freie Architekten GmbH 2018