U HALLEMA

Die vorhandenen Hallen werden als Bausatz genutzt, sodass keine neuen Baustoffe eingesetzt werden müssen. Hierdurch entsteht eine temporäre Zwischennutzung mit Nachhaltigkeit. WCs und Küchen können in mobilen Modulen untergebracht werden, die nach der BUGA wiederverwendet werden können.

11 Baumfelder mit heimischen und nachhaltigen Bäumen (bspw. Apfel, Birne, Birke, Ahorn, Kastanie, Esche, Buche, Magnolie,...) entstehen. Hierfür werden aus der bestehenden Halle Felder herausgeschnitten, die sich sowohl nach außen als auch nach innen zum Hof orientieren. Die Halle wird somit durchlässig und verbindet sich mit der Umgebung. Die Tragstruktur bleibt hierbei erhalten. Sämtliche Materialien vom Rückbau werden wiederverwendet und bleiben vor Ort. So werden bspw. die Sandwichpaneele (Dachkonstruktion) sandgestrahlt, zugeschnitten und als Wendetüren eingebaut, als Trennwände im Innenbereich oder als Außenwände genutzt. 

Durch die verschiedenen Eingriffe entsteht eine fließende, offene und mehrfach bespielbare Raumstruktur. Die Erschließung erfolgt über den Innenhof, im südlichen Hallenteil über die bestehende Laderampe, die nördliche Halle wird auf Hofniveau erschlossen. Die Baumhöfe dienen ebenfalls der Erschließung bzw. als Verteilung. An der Durchwegung im östlichen Bereich sind die Hauptfunktionen wie Restaurant, Veranstaltungsbereiche und div. Treffpunkte angesiedelt.

Diese Bereiche werden energetisch als "Haus im Haus" vom restlichen Teil der Halle abgetrennt. Blumenhallen, teilweise Ausstellungsflächen, Urban Gardening, etc. sind nur mit öffenbaren Wänden "eingehaust". Die Dächer und Hallenkonstruktionen werden mit Dachbegrünung und integrierten Luft- / Erdkollektoren versehen. Ein Wasserspiel sorgt für ein Mikroklima.

Mannheims U-Halle in neuem Gewand

Mehrfachbeauftragung

AUSLOBERIN

Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH

WETTBEWERBSERGEBNIS

2. Preis

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© AAg LoebnerSchäferWeber Freie Architekten GmbH 2018